28. Aug 2015

Langzeitgymi – Diese Noten brauchst du, um die Gymi Prüfung zu bestehen!

28.08.2015 – Die Gymiprüfung analysiert! Wir zeigen euch, welche Noten es braucht, um die Prüfung zu bestehen und geben Tipps, wie man sich darauf vorbereitet.

 

Dieser Artikel beantwortet die Frage, welche Noten man für die Aufnahme ans Langzeitgymi braucht. Also für die Gymiprüfung ab der 6. Klasse.

Vor ein paar Tagen haben wir über die administrativen Fakten zur Gymiprüfung berichtet. Heute gehen wir mehr ins Detail und sprechen über den Aufbau einer solchen Gymi Prüfung und die Voraussetzungen, damit sie als bestanden gilt. Welche Inhalte kommen? Wie wichtig sind die Vornoten? Wie stark beeinflusst es mein Resultat, wenn ich z.B. schlecht im Aufsatzschreiben bin?

Viele Eltern, Schüler und Schülerinnen fragen sich an einem Punkt: „Welche Noten muss ich nun erreichen, damit ich die Prüfung bestehe?“ Die Prüfung ist so aufgebaut, dass Mathematik und Deutsch gleich viel zum Endergebnis beitragen. Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Vornoten gleich viel wert sind wie die Prüfungsnoten. Zur Erinnerung: Die Vornoten sind die Noten des ersten Semesters der 6. Klasse. Aber um das Ganze zu veranschaulichen, haben wir eine Grafik erstellt. Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte =)

notenschema-primar

 

Die Grafik zeigt auf, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit die Prüfung als bestanden gilt. Bitte beachten Sie, dass es für die Prüfung ans Langzeitgymi keine mündlichen Prüfungen mehr gibt. Entweder man erreicht den Durchschnitt von 4.5 oder man hat die Prüfung nicht bestanden. An den Kurzgymnasien wird noch eine mündliche Prüfung durchgeführt.

Interessant ist die Tatsache, dass die Deutschprüfung aus zwei Teilen besteht und länger dauert als die Matheprüfung. Der Aufsatz und die Sprachprüfung sind beide gleich gewichtet. Wir haben ein Szenario aufgestellt, in dem ein Schüler nur eine 4.5 in Deutsch als Vornote hatte und auch in der Prüfung diese Leistung abrufen konnte.

notenschema-primar-beispiel

 

Wenn Sie selbst ein paar Beispiele und Szenarien durchrechnen wollen, können Sie obiges Schema mit eigenen Zahlen füllen oder mit folgender Formel gleich die Endresultate berechnen:

„Note Mathematikprüfung“ + „Note Aufsatz geteilt durch 2“ + „Note Sprachprüfung geteilt durch 2“ + „Vornote Deutsch“ + „Vornote Mathe“ = Gesamtpunktzahl

Diese Gesamtpunktzahl teilen Sie durch 4 und erhalten die Endnote. Wenn sich diese auf grösser oder gleich 4.5 beläuft, hat man mit dieser Notenkombination die Prüfung bestanden.

Im Folgenden eine Übersicht über den Inhalt der Prüfung.

Mathematik Aufnahmeprüfung, 60 Minuten, 9 Aufgaben

Die Mathematikprüfung besteht typischerweise aus 9 Aufgaben. Das Lösen dieser 9 Aufgaben ergibt die Endnote der Mathematikprüfung. Letztes Jahr habe ich eine detaillierte Analyse aller neueren Aufnahmeprüfungen gemacht.  Wie sieht also so eine Prüfung aus? Auf was muss ich mich vorbereiten? Man kann die Prüfung in drei grobe Kategorien aufteilen.

 

Geometrie, 1 – 2 Aufgaben

Bei den Geometrieaufgaben geht es oft darum, einen Umfang zu berechnen. Oft sind es auch Aufgaben, bei denen der Umgang mit dem Zirkel geprüft wird. Winkelhalbierende? Mittelsenkrechte? Wem diese Begriffe unbekannt sind, sollte sich unbedingt in Geometrie noch ein wenig vorbereiten.

 

Reine Rechenaufgaben, 1 – 2 Aufgaben

Komplizierte „Bandwurmrechnungen“ mit Brüchen und Unbekannten kommen hier vor. Diese sind ganz einfach mit Routine zu erlernen, werden aber von vielen Schülern und Schülerinnen unterschätzt und wertvolle Punkte gehen hier verloren.

 

Textaufgaben, 5 – 7 Aufgaben

Am häufigsten muss man in der Matheprüfung Textaufgaben lösen. Hier gibt es einige Unterkategorien (s. ebenfalls den letztjährigen Artikel). Zum Beispiel Aufgaben zur Geschwindigkeit, reine Knobelaufgaben oder Aufgaben mit Proportionen. Hier ist Übung angesagt. Gute Kenntnisse der reinen Zahlenrechnungen zahlen sich aus!

 

Deutsch Aufnahmeprüfung, 60 Minuten und 45 Minuten

Die Deutschprüfung zur Aufnahme ans Gymnasium ist in zwei Teile gegliedert, die gleich viel zur Deutsch-Prüfungsnote beitragen. Es gibt einen Sprachteil und einen Schreibteil. Beide Teile zählen wie gesagt gleich viel, wenn man die Deutsch-Prüfungsnote berechnen möchte.

 

1. Teil – Die Sprachprüfung, 45 Minuten

Beim Sprachenteil erhalten die Prüflinge einen Text. Diesen Text muss man durchlesen. Danach folgen ca. 10 inhaltliche Fragen zum Text. Hier wird überprüft, wie gut die Prüflinge Gelesenes verstehen und wiedergeben können. Hier hilft Training und vor allem eines: Bücher lesen! Danach folgen weitere ca. 8 Aufgaben die ganz Unterschiedliches abfragen. Von Grammatik zu Rechtschreibung bis zum Wortschatz ist ein wenig alles dabei. Hier lohnt es sich, alte Prüfungen zu überarbeiten. Damit sollte man genügend Übung haben, denn die Aufgabentypen wiederholen sich von Jahr zu Jahr.

 

2. Teil – Der Aufsatz, 60 Minuten

Hier ist Phantasie gefragt! Der Aufsatz macht auf die Gesamtprüfungsnote bezogen stolze 25% aus. Wer hier also eine gute Leistung bringt, kann schon mal den einen oder anderen Patzer an der Matheprüfung ausgleichen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten meist eine Auswahl an drei Themen, zu denen sie einen Text verfassen müssen. Es wird auf die Rechtschreibung und den Stil geachtet. Wer phantasievoll und prägnant auf das Thema eingehen kann, hat einen grossen Vorteil. Man kann Aufsatzschreiben trainieren. Erkundigen Sie sich bei der Lehrerin oder dem Lehrer Ihres Kindes über die Möglichkeiten.

An dieser Stelle veröffentlichen wir demnächst auch den Aufbau der Sekundar-Gymiprüfung. Bleiben Sie dran!

 

Titelfoto: wagg66 / photocase.de