02. Okt 2015

Was erwartet dich an der Universität Zürich? Ein Erfahrungsbericht.

02.10.2015 – Die erste Hürde ist geschafft und die Matura bestanden. Nun kommt das Studentenleben an der Universität. Zürcher Nachhilfe hat einen Erfahrungsbericht der Universität Zürich. Viel Spass beim Lesen.

Was kann man sich als Maturand/in vom sogenannten Studentenleben an der Universität Zürich erhoffen? Nachdem die Sommerferien nun endgültig sind und man die Immatrikulation für die gewünschten Studienrichtungen erledigt hat, fragt man sich, was einen an der Universität Zürich eigentlich erwarten wird.

Am Erstsemestrigentag, welcher üblicherweise in der Woche vor Vorlesungsbeginn stattfindet, werden die Neuankömmlinge an der Universität Zürich begrüsst und mit Informationen und Broschüren überhäuft. Erstsemestrigenapéro hier-Bibliotheksführung durch die Zentralbibilothek da. Wenn der erste Schock überwunden ist und man sich langsam an die schiere Menge von jungen Menschen und die Gehdistanzen zwischen den einzelnen Hörsälen und Instituten der Universität Zürich gewöhnt hat, kommt man endlich in den Genuss des müssiggängerischen Studentenlebens. Ganz im Gegensatz zum Gymnasium hat man an der Universität keinen fixen Stundenplan- die Modulbuchung wie es in der Fachsprache heisst- macht man selbst in einer gegeben Frist vor Vorlesungsbeginn, entweder Ende August fürs Herbstsemester, oder Ende Januar fürs Frühlingssemester. Bei jeder Studienrichtung gibt es sogenannte Pflicht- und Wahlmodule. Diese können aus Vorlesungen, Seminaren und Übungen bestehen, viele Pflichtmodule bestehen aus einer wöchentlichen Vorlesung, die zwischen 45 und 90 Minuten dauert und einem Seminar, das ebenfalls meistens 90 Minuten dauert. Die Vorlesungen finden platzhalber meistens im Hauptgebäude der Universität Zürich statt, das die Abkürzung KOL hat. Die Seminare und Übungen können sowohl im Hauptgebäude, als auch in den im Umkreis von ca. einem Kilometer entfernten Instituten stattfinden.

Wieviele Module man pro Semester buchen möchte ist einem selbst überlassen, ein Grund, warum das Stundetenleben grundsätzlich weniger stressig als die Kantonsschule ist. Natürlich ist ein Curriculum vorgesehen, das in einer absehbaren Zeit erfüllt werden sollte, man kann die vorgesehene Zeit jedoch sowohl über- als auch unterschreiten. Letzteres passiert in den seltensten Fällen. Jedes Modul beinhaltet einen Leistungsnachweis. In gewissen Wahlmodulen besteht der nur aus einer kleinen Aufgabe wie einem Kurzvortrag, oder einem Referat. Die Pflichtmodule setzen aber immer das Bestehen einer Prüfung am Ende des Semesters oder die Abgabe einer Seminararbeit (ca. 12 Seiten) voraus.

Ein weiterer Vorteil des Studierens an der Universität Zürich sind die Semesterferien, die es einem ermöglichen zu reisen, zu arbeiten, oder Unistoff nachzuholen. Wann im späteren Leben hat man schon so viel Zeit zur freien Verfügung? Die Winterferien dauern von Mitte Dezember bis Mitte Februar, die Sommerferien von Ende Mai oder Anfang Juni (hängt von den Prüfungsterminen ab) bis Mitte September.

 

 

Autorin: Laura Hohler

Titelfoto: christophe papke / photocase.de