20. Dez 2015

Gymivorbereitung – Ein Einblick Teil 5

20.12.2015 – Die Gymikurse sind angelaufen, und wir freuen uns wahnsinnig, all die motivierten Mädchen und Jungen auf ihrem Weg ins Gymi zu begleiten. Doch wie sieht so eine Gymivorbereitung aus? Dieses Mal zum Thema Aufsatz schreiben.



„Einen Aufsatz schreiben ist alles andere als einfach, und daher ist es umso wichtiger, dass man das viel übt. Gerade an der Gymiprüfung ist es im ganzen Stress noch viel schwieriger, einen Aufsatz zu schreiben. Deshalb heisst es in der Gymivorbereitung auch immer wieder Aufsätze üben. In der heutigen Stunde habe ich mit einer Schülerin ihren Aufsatz besprochen. Wir kamen richtig in Fahrt und suchten überall noch nach kleinen Verbesserungsmöglichkeiten, um den perfekten Aufsatz hinzukriegen. Es war echt super, zuschauen zu können, wie wir die Motivation und den Ehrgeiz wecken konnten. Wir haben rumgefeilt und diskutiert und hatten am Schluss einen super Aufsatz da stehen. Ich glaube, dass neben der fachlichen Kompetenz, der Motivations-Aspekt etwas vom wichtigsten eines Tutors ist. Und daher hat es mich umso mehr gefreut, dass ich ihr nicht nur beim Aufsatz direkt helfen, sondern ihr auch die Freude an Aufsätzen vermitteln konnte.“

Text – Nardo Cano Ceyran

 

Da Aufsätze schreiben immer wieder ein Thema ist, habe ich hier noch einige Tipps zusammengestellt:

1. Mindmap
Am besten macht man sich ein Mind-Map bevor man beginnt loszuschreiben, dass man den Aufsatz gut strukturieren kann. Schreibe dir deine Ideen auf, und versuche dir zu überlegen, wie du diese am besten in eine Geschichte packen kannst. Dies ist vor allem dann wichtig für Punkte 2-4.

2. Einleitung
Die Einleitung soll den Leser in den Hauptteil der Geschichte einführen. Ein guten Ansatz ist hier zum Beispiel sich zu überlegen, wer macht was, wann und wo. Die Einleitung soll Lust auf mehr machen (ca. 5% des Aufsatzes).

3. Hauptteil
Der Hauptteil der Geschichte sollte den grössten Teil des Aufsatzes ausmachen. Es soll langsam ein Spannungsbogen gebildet werden. Am Ende des Hauptteils sollte die Spannung am grössten sein (ca. 90% des Aufsatzes).

4. Schlussteil
Hier wird die Spannung aufgelöst. Die Geschichte beruhigt sich, und du kannst hier einen passenden Schluss für die Geschichte finden. Ein guter Schluss ist nicht einfach, aber extrem wichtig, weil er im Kopf des Lesers hängen bleibt (ca. 5% des Aufsatzes).

5. Versuche dich in den Leser hineinzuversetzen
Die besten Aufsätze entstehen meist, wenn man sich in die Rolle des Lesers versetzt

6. Gute Satzanfänge
Wenn der Satz gut anfängt will am gleich weiterlesen. Hier sind einige Beispiele:
• Erst …
• Nun …
• Später …
• Anschließend …
• Daraufhin …
• Plötzlich …
• Auf einmal …
• Endlich …
• Nachher …
• Nebenbei …
• Außerdem …
• Hiermit …
• Deshalb …
• Damit …
• Abschließend …
• Ergänzend …

7. Korrekturlesen I
Versuche dir immer genug Zeit einzurechnen, dass du den Aufsatz nochmals in aller Ruhe korrigieren kannst. Versuche zu kontrollieren, ob die Geschichte so Sinn ergibt, wie du sie geschrieben hast.

8. Korrekturlesen II
In Aufsätzen überliest man häufig Wortfehler. Ein kleiner Trick ist dass man den Aufsatz rückwärts liest, dann schaut man sich die einzelnen Wörter genauer an.

9. Korrekturlesen III
Versuche dir den Aufsatz im Kopf vorzulesen. So fallen dir Fehler im Satz oder zum Beispiel vergessene Wörter eher auf.

10. Titel
Schreibe den Titel möglichst erst am Schluss, wenn du den Aufsatz schon fertig geschrieben hast. Da du die Geschichte beim Korrekturlesen nochmals gelesen hast, kannst du dir überlegen, was für dein Aufsatz ein guter Titel sein könnte, um den Leser gleich für den Aufsatz zu fesseln.

Titelfoto: novemberhase / photocase.de