11. Jun 2016

Wieso klappt’s nicht mit der Konzentration?

Konzentration ist so ein Thema. Manchmal will es einfach nicht funktionieren sich zu konzentrieren. An was liegt das? Zürcher Nachhilfe ist der Konzentration ein bisschen auf den Grund gegangen.

Was ist Konzentration überhaupt?

„Konzentration ist die Fähigkeit, sehr aufmerksam zu sein und ein Zustand grosser (geistiger) Aufmerksamkeit.“

Die meisten Kinder können sich in gewissen Situationen sehr gut konzentrieren (z.B. beim Spielen), in anderen Situationen funktioniert das aber dann nicht besonders gut (z.B. bei den Hausaufgaben).

 

Wovon hängt also die Konzentration ab?

Je älter das Kind, desto länger kann es sich konzentrieren. Bei Kindern zwischen 5 und 7 Jahren sind das im Durchschnitt ca. 15 Minuten, bei 7 bis 10 jährigen ca. 20 Minuten, bei 10 bis 12 jährigen ca. 25 Minuten.

Die seelische und körperliche Verfassung hat jedoch auch einen grossen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit eines Kindes:

  • Ausreichend Schlaf wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus
  • Erholungs – und Ruhepausen sind für Kinder extrem wichtig
  • Die Freizeit sollte einen Ausgleich zur Schule darstellen
  • Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind enorm wichtig. Ausserdem genügend (zuckerfreie Getränke) trinken fördert die Konzentrationsfähigkeit, da das Gehirn viel Flüssigkeit benötigt.
  • Frische Luft und genügend Licht (am besten Sonnenlicht) fördern die Konzentration

 

Welche Gründe gibt es, wieso ich mich nicht konzentrieren kann?

  1. Ablenkungen und Unterbrechungen
  2. Mangel an Übung und Erfahrung

Sich konzentrieren zu können ist wie ein Muskel, den man trainieren muss. Übung macht auch hier den Meister!

  1. Unaufmerksamkeit als Gewohnheit

Wenn ich es mir gewohnt bin unaufmerksam zu sein, wird es mir in einer „Akutsituation“, in der ich mich unbedingt konzentrieren muss, schwieriger fallen, mich zu konzentrieren.

  1. Geringe Frustrationstoleranz

Fehler gehören dazu. Immer und überall. Auch das kann man trainieren. Wenn ich gleich aufgebe, wenn etwas nicht funktioniert, weil ich frustriert bin, ist die Konzentration ziemlich rasch weg.

  1. Mangel an Interesse und Motivation

Was mich interessiert gehe ich motivierter an, und daher bin ich automatisch konzentrierter und umgekehrt.

  1. Aufschieben – vor sich herschieben

Was ich vor mir herschiebe wird nicht gelöst. Irgendwann ist die Hürde eine Aufgabe anzugehen grösser, als die Aufgabe selbst.

  1. Unklarer Plan und Zweck einer Aufgabe

Je unklarer der Zweck einer Aufgabe, desto schwieriger wird es sich einen klaren Plan zur Bewältigung zu erarbeiten. Die Aufgabe scheint unlösbar, und das frustriert (siehe Punkt 4)

  1. Überlastung

Grössere und kleinere Pausen sind wichtig, dass die Konzentrationsfähigkeit aufrecht erhalten werden kann.

  1. Müdigkeit, Stress, schlechte Gesundheit

Das körperliche Befinden hat einen enormen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit. Man sollte versuchen auf die Signale des Körpers zu hören und sich unbedingt Pausen gönnen, genügend schlafen und sich gesund ernähren.

  1. Emotionale Probleme

Konzentration braucht eine gewisse innere Ausgeglichenheit. Wenn ich mich emotional nicht gut fühle, konzentriere ich mich zu fest auf dieses Gefühl statt auf eine Aufgabe.

  1. Negative Einstellung

Es ist nicht so, dass eine positive Einstellung sämtliche Probleme löst, aber eine negative Einstellung macht es erst recht nicht. Eine Aufgabe scheint noch grösser und schwieriger, wenn ich sie mit einer negativen Einstellung angehe.

 

Gerade die Ablenkungen lassen noch unterteilen in:

  • visuelle Ablenkungen (Fernseher, Handy, andere Personen im selben Raum)
  • akustische Ablenkungen (Radio, Geräusche von draussen, im selben Raum spielende Geschwister)
  • innere Ablenkung (unangenehme Gedanken und Gefühle, Druck, Anspannung)

 

Arbeiten in einer möglichst ungestörter Umgebung erhöht die Konzentration.

 

Welche Tricks gibt es, sich besser zu konzentrieren?

  • Regelmässige Pausen erhöhen die Konzentration. Die Pause sollte jedoch nicht erst starten, wenn man total erschöpft ist, sondern bereits vorher. Die Pause am besten mit einer Tätigkeit verbringen, die nicht erneut Lern-Konzentration benötigt (z.B. Lesen, Fernsehen, etc.), sondern zum Beispiel ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft, Jonglieren oder Ähnliches.
  • Eine Sache die mich interessiert gehe ich auch mit grösserer Motivation und Konzentration an. Es lohnt sich also einen Zugang zur Tätigkeit zu finden, dass sie Spass macht.
  • Abwechslung bringt Spass und Langeweile tötet jede Konzentration. Das Abwechslungsbedürfnis ist jedoch stark von der Person abhängig. Es lohnt sich herauszufinden, wieviel man braucht, und dementsprechend Pausen und Abwechslungen einzubauen.
  • Ein Schritt-für-Schritt –Vorgehen erhöht die Motivation. Wenn ich vor einem Berg an unüberschaubaren Aufgaben stehe, weiss ich gar nicht wo anfangen. Besser man unterteilt Aufgaben in überschaubare kleinere Einzelschritte.
  • Mind-Mapping oder zum Beispiel Karteikärtchen können für gewisse Personen als konzentrationsfördernde Arbeitstechniken funktionieren. Ausprobieren geht über studieren. Für eine Person funktioniert das Eine und für die Andere eine andere Technik.

 

 

Titelphoto: flo-flash / photocase.de