29. Aug 2019

Die drei wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Gymiprüfung

Unser Kurs deckt die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren ab. Wir schreiben regelmässige Standortbestimmungen, arbeiten die unsicheren Themen auf und überprüfen erneut, ob das Thema sitzt.

Wir zeigen Ihnen heute, welche Faktoren dies sind und wie wir diese in unseren Vorbereitungskurs einbauen.

 

Erfolg hat die Person, die…

  1. weiss wohin es gehen soll,
  2. weiss wo sie sich befindet,
  3. und weiss wie man zum Ziel gelangt.

 

1. Wohin soll es gehen? – Persönliche und gemeinsame Ziele

Wohin es gehen soll ist scheinbar einfach beantwortet. Schüler und Schülerinnen, die einen Gymikurs besuchen, haben das gemeinsame Ziel, die Gymiprüfung erfolgreich zu bestehen.

Auch wenn die Lernenden ein gemeinsames Ziel haben, hat jede/r Lernende unterschiedliche Bedürfnisse und somit auch persönliche Ziele, um die Gymiprüfung zu bestehen.

Die persönlichen Ziele sind bei dem einen Schüler beispielsweise die Verbesserung des Verständnisses von Satzaufgaben und bei einer anderen Schülerin ist ein Aufarbeiten der Geometriegrundlagen angesagt, um die Prüfung gut zu bestehen.

Diesen persönlichen Zielen gerecht zu werden, ist die Aufgabe eines gut strukturierten Kurses und einer kompetenten Lehrperson.

 

2. Wo stehe ich? – Die Ermittlung des persönlichen Ziels

Frontalunterricht ist bei uns eher selten anzutreffen, trifft eine Lehrperson doch verschiedenste Bedürfnisse in ihrer Gruppe an. Wenn er etwas über Satzaufgaben erzählt, interessiert dies vielleicht nur wenige Schüler, denn die Hälfte der Schülerinnen und Schüler hat gerade in Geometrie und ein weiteres Drittel beim Thema Wahrscheinlichkeiten grosse Fragezeichen.

Deshalb bereiten wir im ZN-Prüfungsvorbereitungskurs SchülerInnen auf die Gymiprüfung vor, indem wir in einem ersten Schritt ihre persönlichen Ziele ermitteln. Das heisst, wir schreiben schon zu Beginn des Kurses gemeinsam eine Standortbestimmung, die der Gymiprüfung nachempfunden ist.

 

Beispiel eines ZN-Gymikurses. Blau eingefärbt sind reguläre Kurstermine, gelb eingefärbt sind Standortbestimmungen. In diesem Beispiel findet die erste Standortbestimmung am 14. September statt. Da werden die persönlichen Ziele in Erfahrung gebracht.

 

Wir bestimmen damit rasch und mit grosser Genauigkeit die persönlichen Ziele der einzelnen Schülerinnen und Schüler und arbeiten entsprechende, individuelle Lehrpläne für sie aus. Somit beschäftigen sich schon zu Beginn alle Schülerinnen und Schüler mit den für sie relevanten Themenbereichen. Es ist normal, dass dieser erste Versuch eben wie ein erster Versuch herauskommt. Das macht aber überhaupt nichts. Es geht erst einmal darum herauszufinden, wo man steht und wie so eine Gymiprüfung aussieht. Der Umgang mit der Prüfungssituation und die sorgfältige Besprechung, die unsere Lehrpersonen machen, hilft den SchülerInnen, die Erfahrung einzuordnen und daraus zu lernen.

 

3. Wie komme ich dahin? – Überprüfung der Zielerreichung

Wir belassen es nicht bei dieser einen Standortbestimmung. Wir schreiben vier davon im 14er Kurs, sechs sind es im 20er Kurs. Das hilft uns und den SchülerInnen, Fortschritte festzustellen.

Man kennt das vielleicht aus der eigenen Schulzeit. Man repetiert einen Nachmittag lang Franz-Voci und es bleibt ein Gefühl zurück, dass nichts hängen geblieben sei. Das liegt daran, dass Lernen – wie jedes Training – erst mit der Zeit sichtbar wird. Auch beim körperlichen Training kann man nicht erwarten, dass man schon nach der ersten Trainingseinheit eine Veränderung sieht. Beim Lernen kommt aber hinzu, dass man Fortschritte nicht einfach so sieht. Der Blick in den Spiegel zeigt einem normalerweise keinen Anstieg der Mathematikkenntnisse, wohl jedoch den flachen Bauch und die starken Arme. Wenn fleissig trainiert wurde!

Also bedarf es beim Gehirntraining einer besonderen Überprüfung, um die Veränderungen sichtbar zu machen. Auch aus diesem Grund schreiben wir regelmässige Standortbestimmungen, damit die Effekte des eigenen Einsatzes sichtbar werden und auch Anpassungen bei den persönlichen Zielen vorgenommen werden können.

 

Sie sehen die Ergebnisse einer Schülerin, die sie in der Deutsch-Standortbestimmung erreicht hat. Die Standortbestimmungen sind von der ersten (PP1) bis zur letzten bei Kursende (PP6) durchnummeriert. Zwischen zwei Standortbestimmungen liegen ca. 3-5 Wochen. Die Prozentwerte beziehen sich auf die maximal erreichbare Punktzahl im entsprechenden Thema. Diese Schülerin hat nach der ersten Standortbestimmung am Textverständnis gearbeitet und dies rasch auf ein gutes Niveau gebracht. Danach hat sie an der Grammatik gearbeitet, wo die Verbesserung ein bisschen länger dauerte, bis vor der ZAP ein gutes Niveau erreicht wurde. Dies ist ein Beispiel einer Schülerin, die den Kurs 2017/18 besucht hatte.

 

Die regelmässigen Standortbestimmungen zeigen immer wieder auf, wo Fortschritte gemacht wurden. Die Lehrperson kann in der Zusammenarbeit mit den SchülerInnen gezielt auf die noch unklaren Themengebiete eingehen und diese zur nächsten Standortbestimmung aufarbeiten. Wir gehen in allen Fächern nach der gleichen Methode vor. Somit wird der Weg zum gemeinsamen Ziel, nämlich das Bestehen der Prüfung, Schritt für Schritt sichtbar und erreichbar.

 

Lernfortschritt findet auf verschiedenen Ebenen statt 

Es ist nicht nur wichtig, in Mathe und Deutsch fit zu werden. Auch das selbständige Einschätzen der eigenen Leistungen vor, während und nach den Prüfungssimulationen ist ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung einer erfolgreichen Lernhaltung. Das stetige Überprüfen – wie das in sportlichen Disziplinen üblich ist – hilft, auch solche Fähigkeiten zu schulen. Selbst das Erleben einer Prüfungssituation und die nachgängige Besprechung sind wichtige und wertvolle Erfahrungen, da man am grossen Tag der echten Prüfung die Situation schon mehrfach durchgespielt hat.

So erreichen wir gemeinsam, Schritt für Schritt und Standortbestimmung für Standortbestimmung die persönlichen Ziele und bereiten unsere SchülerInnen optimal auf die kommende Herausforderung vor. Ganz nach dem Erfolgsrezept: Wo will ich hin, wo stehe ich und was brauche ich, um dahin zu kommen?

 

In unserem nächsten Blogartikel zeigen wir am echten Beispiel, wie wir bei ZN das Prüfungstraining gestalten.

Yves Bouquet


Bildnachweis: kallejipp / photocase.de